Der nächste Halt ist eine der lebenswertesten Städte der Welt: Vancouver. Dadurch ist der Anspruch bei uns beiden relativ hoch und wir sind gespannt, was die Stadt zu bieten hat! Außerdem wird die Stadt „Raincity“ genannt, wobei wir Glück gehabt haben: Sonne und über 20 Grad! Denn das Wetter von Vancouver ist eines der mildesten in Kanada, extreme Temperaturen sind eher selten und das Wetter ähnelt dem in Hamburg etwas. Vancouver City hat übrigens um die 600′ Einwohner und die Metropolregion 2,31 Mio.

Wir sind im Stadtteil Strathcona untergebracht, von dort braucht man ungefähr 30 min zu Fuß um in Downtown zu sein. Man sollte dabei die Eastside (E Hastings St) meiden, denn dort halten sich sehr viele Obdachlose auf. Vancouver ist eine Stadt, in der arm und reich aufeinanderprallen. Es ist für viele die einzige Möglichkeit den harten Winter zu überleben, da es in anderen Bereichen Kanadas zu kalt wird. Diese sozialen Unterschiede und die Obdachlosigkeit sind in Nordamerika ein allgemeines Problem, was wir in einigen Städten schon extrem wahrgenommen haben (Los Angeles, Las Vegas…).

Vancouver ist zudem eine sehr teuere Stadt, da viele reiche Asiaten Wohnungen kaufen ohne in diesen zu wohnen. Dadurch verknappt sich der Markt und die Preise steigen. Die Regierung lässt fleißig bauen und kontrolliert strenger, warum Wohnungen gekauft werden und von wem. Aber bisher hilft es kaum.

Essen und Trinken, sowie Shoppen ist in Vancouver sehr gut, aber nicht immer ganz billig. Man muss auch immer aufpassen: auf den ausgewiesenen Preis kommt die Steuer noch drauf (12,5%) ! 😉

Wir haben in Vancouver drei kostenlose Walking Touren gemacht. Dieses ist eine Möglichkeit eine Stadt besser kennen zu lernen und man muss dafür nicht viel Geld bezahlen. Ein Tourguide zeigt einer Gruppe die Stadt und am Ende der Tour kann man selbst entscheiden, was man diesem als Trinkgeld geben möchte. Das heißt, die Tour ist trotzdem kostenlos, wenn es einem nicht gefallen hat, muss man nichts geben und kann natürlich jederzeit vorzeitig gehen. Aber wir sind sehr zufrieden gewesen, es waren interessante Touren dabei und wir haben einen guten Eindruck von Vancouver erhalten. Es waren natürlich auch andere deutsche bei der Tour dabei, mit denen wir hinterher noch etwas durch die Stadt gezogen sind (siehe Bild). 😉

Die erste Tour war die Downtown Tour, ein wenig die Innenstadt entdecken und etwas von der Geschichte mitbekommen. Die Touren starten immer an der Art Gallery, die übrigens vorher ein Gerichtsgebäude war und auch daran erinnert. Da die Stadt am Wasser liegt, hat sie einen tollen Yachthafen und zusätzlich sehr viele Wasserflugzeuge, die ständig Touristen überall hinfliegen. Am Convention Center können auch Kreuzfahrtschiffe anlegen und bringen Vancouver eine Menge an Touristen. Dort in der Nähe gab es auch eine kleine Hochzeitsfeier, als Hochzeitsessen gab es McDonalds! Ein Bild für die Götter! 😀

Die beiden anderen Touren führten uns durch Gastown (Altstadt) und durch Chinatown. Die Altstadt ist unglaublich schön und hat jede Menge zu bieten. Man sollte sich dort umsehen, eine Menge an Restaurants und Bars, die abends Jazzmusik spielen und man kann bei tollem Wetter draußen sitzen und das Leben genießen. Chinatown ist auch interessant zu sehen, bietet einige kleinere Läden. Aber die richtig guten asiatischen Restaurants befinden sich in Richmond, etwas außerhalb der Stadt. Dort ist der Anteil an asiatischen Anwohnern mehr als 60%. Vancouver hat uns richtig gut gefallen, wir kommen wieder! 🙂 Auf nach Portland und Seattle, die letzten Ziele an der Westküste!