Wer eine lange Reise machen will, der wird unweigerlich dazu kommen, irgendwann mal über Geld nachzudenken. Meist passiert das schon sehr früh in der Planung. Dann liest man sich ein wenig auf Seiten ein und hat dann ein grobes Gefühl, was man an finanziellen Reserven haben sollte, um eine Reise zu machen. In einem Artikel stand so schön: Zwischen 2.500€ und 25.000€. Aber für was? Und das solltet ihr euch direkt am Anfang überlegen. Wie wollt ihr eure Reise gestalten? Was wollt ihr sehen, wie wollt ihr schlafen, welchen Luxus wollt ihr haben, wie lang soll es dauern und wo sind eure Grenzen? Wenn ihr euch diese Fragen irgendwann beantwortet habt, solltet ihr prüfen, ob ihr das mit einem Work and Travel hinbekommt, oder ob ihr doch so viel zur Seite legen könnt, dass ihr nicht arbeiten müsst. Wir versuchen euch auf dieser Seite einen kleinen Einblick zu verschaffen, mit welchen Summen wir zuerst geplant haben und was am Ende tatsächlich bei rausgekommen ist. Gleichzeitig findet ihr hier eine Übersicht über mögliche Kreditkarten für das Ausland.

Geld für Fortbewegung…?

Wenn ihr nicht trampen oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen wollt, solltet ihr unbedingt rechtzeitig Autos, Camper oder ähnlich buchen. Zur Anbuchung bietet sicher billiger-mietwagen.de oder, sofern ihr Mitglieder seid, der ADAC an. Bevor wir allerdings etwas gebucht hatten, haben wir uns grob überlegt, wie viel wir für was ausgeben müssen. Spannend war, wie gut wir im Schnitt waren. Folgende Tabelle zeigt euch unsere „Quote“:

PositionInitiale PlanungTatsächliche Kosten
Flug Hamburg nach Sydney900€850€
Flug von Sydney nach Cairns150€160€
Auto von Cairns nach Melbourne1000€750€
Flug von Melbourne nach Christchurch200€190€
Auto von Christchurch nach Auckland500€500€
Flug von Auckland über Nadi nach Los Angeles500€650€
Autos von Los Angeles nach Seattle600€535€
Flug von Seattle nach Chicago200€150€
Auto von Chicago nach Fort Lauderdale800€800€
Flug von Fort Lauderdale nach Hamburg400€480€

Unsere initiale Planung haben wir geringfügig unterboten.

Welche Bank nehme ich denn?

Um an Geld im Ausland zu kommen, werden die meisten eine Kreditkarte nutzen. Eine solche Kreditkarte haben die meisten Banken heutzutage schon in einem Paket beim Girokonto dabei. Allerdings ist man auf einer Weltreise meist weit weg vom Euro und bezahlt hauptsächlich in Fremdwährung. Da euer Konto aber im Normalfall in Euro geführt wird, wird bei einer Abbuchung im Ausland häufig eine Wechselgebühr von 1,5% bis 1,75% erhoben. Dies passiert bei jeder einzelnen Buchung, egal ob es eine Abbuchung am Automaten oder eine Bezahlung am Schalter ist. Bei Hausbanken, wie z.B. der Sparkasse, gibt es häufig Premiumkarten wo dieser %-Wert reduziert ist.

Also, welche Bank nimmt man denn nun? Es gibt im Prinzip drei uns bekannte Online-Banken, welche sich empfehlen. Jede dieser Banken hat seine eigenen Vor- und Nachteile. Bei unserer Suche haben wir uns nur um die wichtigen Themen bzgl. unserer Reise gekümmert. Entsprechende Zusatzzinsen auf irgendwelchen Zusatzkonten haben wir nicht weiter bewertet. Die Kreditkarte der ICS haben wir nicht weiter betrachtet, da angeblich die Bargeldabhebung kostenlos ist, aber im Kleingedruckten 2% Auslandseinsatz berechnet werden. Prüft für euch, ob ihr eine Debit- oder Charge-KK haben wollt und wie wichtig euch die jeweilige Gebührenberechnung beim Einsatz ist und ob ihr entsprechende Bonusprogramme nutzen wollt.

DKB

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Die DKB ist sicherlich bei vielen bekannt und bietet eine solide VISA-Kreditkarte mit vernünftigen Konditionen. Da sie eine Charge-KK ist, habt ihr die Abbuchungen zu einem definierten Zeitpunkt. Zu der Kreditkarte erhaltet ihr ein optionales Girokonto. Bezahlungen in Fremdwährung werden mit 1,75% berechnet. Es gibt keine Kontoführungsgebühren. Ihr könnt Geld auf eure Kreditkarte laden, welches dann verzinst wird.

Cortal Consors

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Die Kreditkarte der Cortal Consors ist die einzige VISA-Karte, welche neben kostenloser Bargeldabhebung auch kostenlose Bezahlung in Fremdwährungen anbietet. Im Gegensatz zu der Kreditkarte der Comdirect oder der DKB handelt es sich aber um eine Debit-Karte (wird aber als vollwertige Kreditkarte akzeptiert!). Das bedeutet, dass euer Konto sofort belastet wird. Euch wird ein Girokonto gestellt. Es gibt keine Kontoführungsgebühren.

Comdirect

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Die comdirect als Tochter der Commerzbank bietet ein vergleichbares Angebot wie die DKB. Es ist ebenfalls eine Charge-KK und ihr erhaltet ein Girokonto. Bezahlungen in Fremdwährung werden mit 1,5% berechnet. Es gibt keine Kontoführungsgebühren.